Nutzung der Biotonne in der warmen Jahreszeit

Pressemitteilung vom 08.02.2017

 

Wenn draußen die Temperaturen steigen, fragt sich so mancher Nutzer einer Biotonne, welches Deo hier wohl am besten wirken würde. Kaum geleert, riecht es im Umfeld der braunen Tonne wieder unangenehm und es scheint, als ob sich alle Fliegen und Insekten gerade diese Biotonne als "Wohnstätte" ausgesucht haben.

Grundsätzlich gilt, dass bei höheren Temperaturen Speisereste und Gartenabfälle sich schneller zersetzen als in der kalten Jahreszeit. Werden sie dann noch gepresst und in der Biotonne bei geschlossenem Deckel gelagert, so fühlen sich Pilze und Bakterien wohl und vermehren sich in dieser feuchtwarmen Umgebung ungehemmt. Die dabei entstehenden Gerüche nimmt man in der Regel als Gestank war. Insekten finden die übelriechende Biotonne übrigens als ideale Brutstätte.

Hier ein paar Tipps, wie mit einfachen Mittel Abhilfe geschaffen werden kann.

  • Pappe- und Papierreste binden Feuchtigkeit
    In feuchter Umgebung vermehren sich die für den Geruch verantwortlichen Bakterien und Pilze sehr gut und schnell. Wird die leere Biotonne mit Pappe- und Papierresten ausgelegt, so entziehen sie den Bioabfällen die Feuchtigkeit und schließen damit auch die Gerüche ein.

  • Küchenabfälle in Zeitungspapier einwickeln
    Organische Küchenabfälle muffeln bereits nach kurzer Zeit in der Küche. Werden Speisereste oder Kaffeesatz in Zeitungspapier oder anderes saugfähiges Papier eingepackt, entzieht das Papier dem Bioabfall gleich die Feuchtigkeit. So riecht es in der Küche nicht und die Feuchtigkeit gelangt auch nicht mehr mit in die Biotonne.

  • Grasschnitt an der Luft trocknen
    Nach dem Rasen mähen sollte der Grasschnitt erst an der frischen Luft trocknen, bevor er in die Biotonne gegeben wird. So wird weniger Feuchtigkeit in die Biotonne eingetragen.

  • Ein schattiger Stellplatz verzögert die Geruchsbildung
    Bakterien und Pilze mögen nicht nur eine feuchte Umgebung, sie bevorzugen auch noch Wärme. Deshalb sollten der Abfalleimer in der Küche und die Biotonne möglichst einen schattigen Stellplatz haben.

  • Natron statt Deo
    Empfindet unsere Nase beim Öffnen der Biotonne den Geruch immer noch als Gestank, muss man aber kein teures Deo kaufen. Natron ist als wirksames Hausmittel gegen Gerüche aller Art im Haushalt bekannt. Einige Esslöffel Natron auf den Boden der geleerten Biotonne genügen da schon, um Abhilfe zu schaffen.

Und selbstverständlich sollte die Biotonne regelmäßig geleert werden. Das bedeutet, dass die Biotonne aller 14 Tage zur Leerung bereitgestellt wird, auch wenn sie vielleicht einmal nicht ganz gefüllt sind.
In Kunststofffolien verpackte Bioabfälle haben in den Biotonnen nichts zu suchen!

Übrigens: Biotonnen sind so zu befüllen (nicht voll zu stopfen), dass sie ohne Schwierigkeiten und Zeitverlust geleert werden können. Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen ist es den Müllwerkern nicht gestattet, in die Biotonnen zu greifen, um die eingepressten Bioabfälle zu lösen.

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